25.04.2018, 16-18 Uhr
Der Ort in der Ortlosigkeit und die Ortlosigkeit des Ortes – Der Aufbruch des Utopischen in der Renaissance

live aus Frankfurt
Dr. Carl-Hellmut Hoefer,
Lehrbeauftragter der u3l Frankfurt

Vor dem Hintergrund der Wiederentdeckung des antiken Platon und seiner „Politeia“ mit der Gründung der Academia Platonica 1438/9 und der Neuverortung des Menschen wie sie Petrarca, Pico della Mirandola und Erasmus von Rotterdam thematisierten und angesichts einer 1492 und 1498 neue Ufer erlangenden Welt, die zugleich von Kopernikus im „Commentariolus“ (um 1514 entstanden) auf eine radikal neue Gestalt hin interpretiert wird, schreibt Thomas Morus im Jahre 1516 sein „Utopia“. Er begründet damit eine neue Form der Auseinandersetzung mit dem kulturellen, politischen, sozialen und religiösen Status der jeweiligen Zeit und Epoche. 1555 folgt Gaspar Stiblinus´ „Commentariolus de Eudaemonensium Republica“, 1602 Campanellas „Civitas Solis“, 1619 Johann Valentin Andreaes “Christianopolis”, 1627 Bacons „Nova Atlantis“.

Der Vortrag fragt nach Wesen und Struktur der “Utopie” und des “Utopischen” und nach den besonderen Entstehungsbedingungen und Erscheinungsweisen des Utopischen in der Renaissance.

Kurzvita: Dr. Carl-Hellmut Hoefer ist 1950 geboren und schloss ein Studium der Philosophie, Soziologie, Medizinischen Psychologie und Psychotherapie, Sinologie ab. Arbeitet seit 1985 in langjährige Tätigkeit als Lehrbeauftragter im Fachbereich Pädagogik der Goethe-Universität Frankfurt/Main und von 1985 bis heute als Lehrbeauftragter an der Universität des Dritten Lebensalters.

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