Mittwoch 08.07.2026
16:00 – 18:00 Uhr
Prof. Dr. Markus Fischer, HAMBURG SCHOOL OF FOOD SCIENCE (HSFS)– Institut für Lebensmittelchemie
Sie haben sich sicherlich schon oft gefragt, was esse ich da überhaupt oder wer sorgt denn dafür, dass es schmeckt und nicht krank macht? Als VerbraucherInnen vertrauen sie natürlich auf das, was auf der Verpackung steht. Leider trifft das nicht immer zu, was mehrere Ursachen haben kann: Möglicherweise wurden die Lebensmittelproduzenten selber von ihren Rohstoffzulieferern betrogen oder es besteht am Ende einfach der Wunsch nach höherem finanziellem Gewinn. Weltweit betrifft der Lebensmittelbetrug am häufigsten Waren wie Olivenöl, Fisch und Bio-Lebensmittel sowie Rohstoffe wie Gewürze, Tee, Kakao, Kaffee oder Nüsse. Der Umsatz mit gefälschten oder gepanschten Rohstoffen und Lebensmitteln beläuft sich weltweit auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr. Diese Zahl macht deutlich, dass die bisher praktizierten Qualitätskontrollstrategien, die zu einem großen Teil lediglich dokumentenbasiert erfolgen, dem Problem nicht gewachsen sind. Im Vergleich zu vergangenen Jahrhunderten sind die heutigen Herausforderungen zudem viel komplizierter und umfassen aufgrund globaler Stoffkreisläufe die Bestimmung der Art des Rohstoffs (z.B. Sorte), die Identifizierung der genauen geografischen Herkunft (z.B. um ein Produkt als regional geschütztes Lebensmittel zu verifizieren) und die Unterscheidung zwischen bestimmten Produktionsarten (biologische und nachhaltige vs. konventionelle Landwirtschaft). Bei aller Komplexität soll die Analytik selbstverständlich möglichst umwelt- und ressourcenschonend durchführbar sein. FOOD AUTHENTICATION GOES GREEN ist daher seit einiger Zeit eine Entwicklungslinie an der HSFS.
Der Vortrag wird Einblicke in aktuelle Ansätze zur Überprüfung der Authentizität von Lebensmitteln geben um sicher zu stellen, dass die VerbraucherInnen tatsächlich bekommen, was draufsteht!
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