Mittwoch 06.05.2026
16:00 – 18:00 Uhr
Christine Emmer ist Postdoktorandin der Gesundheitspsychologie an der Universität Mannheim.
Gesundheit und gesundheitsbezogenes Verhalten sind in der Bevölkerung sozial ungleich verteilt. Menschen, die von sozialer Ungleichheit betroffen sind, haben im Durchschnitt schlechtere Gesundheitschancen, leben kürzer und sind stärker von chronischen Erkrankungen betroffen. Diese Unterschiede lassen sich nicht allein durch individuelles Wissen oder Motivation erklären, sondern stehen in engem Zusammenhang mit Lebensbedingungen, psychosozialen Belastungen und strukturellen Rahmenbedingungen.
Der Vortrag gibt einen Überblick über zentrale Befunde der Gesundheitspsychologie und Public Health zu sozialen Ungleichheiten in Gesundheit und Gesundheitsverhalten. Im Fokus stehen psychologische und umweltbezogene Mechanismen, über die soziale Ungleichheit wirkt, sowie die Frage, welche Rolle wissenschaftliche Evidenz und Gesundheitsinterventionen bei der Reduktion – aber auch bei der unbeabsichtigten Verstärkung – gesundheitlicher Ungleichheiten spielen können. Abschließend werden Implikationen für Prävention, Intervention und die Gesundheitsforschung diskutiert
Christine Emmer ist Postdoktorandin der Gesundheitspsychologie an der Universität Mannheim. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit sozialen Ungleichheiten in Gesundheit und Gesundheitsverhalten, insbesondere mit psychosozialen und umweltbezogenen Mechanismen, die gesundheitliche Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen erklären. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Operationalisierung sozialer Ungleichheit sowie die Rolle von Diskriminierung für gesundheitliche Ungleichheiten.
