28.01.2010 in Hamburg
Nutzen von Ressourcenverbrauch. Was uns Indikatoren zu Frieden, Entwicklung und zum ökologischen Fußabdruck verraten

KalinowskiProf. Dr. Martin B. Kalinowski
Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF),
Universität Hamburg

Wie nachhaltig gehen wir mit unseren natürlichen Ressourcen um? Wie gerecht ist deren Verbrauch verteilt? In diesem Vortrag nähern wir uns einigen Antworten mithilfe von Daten, die den Ressourcenverbrauch von jedem Land messen bzw. anzeigen, welchen Nutzen die Länder erreicht haben. In Beispielen wird insbesondere auf den Energiesektor eingegangen. Durch die Korrelation von Daten wird vorgeführt, dass mit erhöhtem Ressourcenverbrauch der Entwicklungsstand, der Friedensstatus und die allgemeine Lebenszufriedenheit nicht unbegrenzt gesteigert werden. Gibt es ein Optimum? Kann und soll der Planet Erde zu einem optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis manövriert werden? Ist Nachhaltigkeit erreichbar, bei der für alle Menschen ein Existenzminimum gesichert wird, ohne dass die reichen Länder ihren Wohlstand einbüßen müssen? Diese Fragen können in diesem Vortrag nicht tiefgreifend beantwortet werden. Aber die Faktenlage besser einschätzen zu können, wird helfen, konstruktiv zur Erfindung von Lösungen und Wegen beizutragen.

Literaturhinweise:

Über den Referent:

Nach dem Studium in Münster, Aachen und Cambridge (UK) hat Martin Kalinowski an der TU Darmstadt in Kernphysik promoviert. In der dortigen Interdisziplinären Arbeitsgruppe Naturwissenschaft, Technik und Sicherheit (IANUS) hat er zehn Jahre gewirkt. Ab 1998 war er sieben Jahre lang bei der Organisation für den Umfassenden Kernwaffenteststoppvertrag in Wien tätig. An der University of Illinois at Urbana-Champaign sammelte Martin Kalinowski erste Erfahrungen als Professor. Seit März 2006 hat er die Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur für Naturwissenschaft und Friedensforschung inne. Sein Hauptinteresse gilt der Weiterentwicklung von technischen Mitteln der Fernerkundung und des Nachweises von atmosphärischen Spurenstoffen zur Entdeckung heimlicher Aktivitäten für den Bau von Kernwaffen.

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